Dieser Artikel ist im Rahmen einer Medienpartnerschaft mit der IFA entstanden.
Der erste Medientag der IFA 2026 ist vorbei, und ich hab wieder dieses Gefühl im Bauch, das ich fast vergessen hatte: Nach fünf Jahren Pause war ich heute wieder auf der IFA – und trotz (oder vielleicht gerade wegen) der Kulisse aus Kisten, Gabelstaplern und Akkuschrauber-Sounds an den Medientagen hat es sich angefühlt wie nach Hause kommen.
Drei Stationen, ein Tag. Hier mein Rückblick.
Station 1: Acer
Los ging's mit der Acer-PK – neue Predator-Handhelds, ultraleichte Notebooks und ein Farb-E-Paper-Monitor, der mich als E-Ink-Fan besonders gefreut hat. Ich hab dazu schon einen eigenen, ausführlichen Artikel geschrieben, weil es einfach zu viel für einen kurzen Absatz war: Acer auf der IFA 2026: E-Paper, ein Handheld für zwei Leben und die Frage, wer das alles kaufen soll
Station 2: Die Opening Press Conference
Danach ging's zur großen Eröffnungs-Podiumsdiskussion mit IFA-Organisatoren, Marktanalystinnen und -analysten. Viel Makro-Ökonomie, aber auch einiges, das für dich als GeekLady-Leserin relevant ist.
Die Kernbotschaft: Wir erleben gerade eine technologische Revolution, die schneller abläuft als jede vorherige. Früher hatten wir Generationen Zeit, uns an neue Technik zu gewöhnen. KI entwickelt sich jetzt in Monaten weiter – schneller, als die meisten von uns die Konsequenzen überhaupt einordnen können. Das erzeugt laut den Sprecherinnen und Sprechern auf der Bühne zwei gegensätzliche Reaktionen gleichzeitig: Begeisterung darüber, dass KI bei echten Problemen hilft (Medizin, Landwirtschaft wurden als Beispiele genannt), und gleichzeitig eine wachsende "Automatisierungs-Angst".
Ein paar Punkte, die ich für besonders greifbar hielt:
KI verlässt den Bildschirm. Der nächste große Schritt sind sogenannte "World Models" – KI, die nicht mehr nur Sprache verarbeitet, sondern die physische Welt versteht. Das ist die Grundlage für die nächste Generation humanoider Roboter, und laut den Sprechern steht uns dadurch ein regelrechter "Hardware-Supercycle" bevor.
Trotz schwacher Stückzahlen wächst der Wert. Viele Produktkategorien verkaufen sich in geringeren Stückzahlen als früher, trotzdem wächst der Umsatz – weil Kundinnen und Kunden für Qualität, Langlebigkeit und durchdachte Features bereit sind, mehr zu zahlen. Gerade wenn du eh nach dem "einen guten Gadget statt drei mittelmäßigen" suchst, bist du also nicht allein.
Am meisten hängen geblieben ist mir aber ein einzelner Satz vom IFA-CEO: "Trust can't be downloaded." Vertrauen in KI und andere Zukunftstechnologien gibt es eben nicht als Download – es entsteht aus echtem Verständnis. Und Technik kannst du nur wirklich verstehen, wenn du sie selbst ausprobierst. Genau das ist für mich auch der Grund, warum ich Events wie die IFA so wichtig finde: Nicht nur lesen, was KI angeblich kann, sondern selbst davorstehen und es erleben.
Station 3: Philips TV Demo
Zum Abschluss war ich bei einer Demo von Philips, die sich mit einem sehr konkreten technischen Problem beschäftigt hat: OLED-Fernseher können bei schnellen Pixel-Wechseln und niedrigen Bildraten wie den klassischen 24 FPS bei Filmen einen sichtbaren Ruckel-Effekt (Judder) haben. Die Lösung, die Philips zeigte: KI passt die Framerate bei größeren Bewegungen und Kameraschwenks jetzt dynamisch an, statt starr bei 24 FPS zu bleiben.
Für Gaming gibt es außerdem automatisch von der KI erkannte Einstellungsprofile – der Fernseher merkt also selbst, dass gerade gezockt wird, und stellt entsprechend um. Wer es lieber manuell mag, kann sich aber auch eigene Profile bauen und Farben, Framerate, AmbiLight und mehr selbst justieren. Für mich als jemand mit stark eingeschränkter Sehkraft fand ich das besonders spannend – individuell einstellbare Profile bedeuten am Ende auch: mehr Möglichkeiten, sich das Bild so anzupassen, wie man es tatsächlich gut sehen kann.
Mein Fazit zum ersten Tag
Ein informativer, vollgepackter erster Tag. Was mich am meisten überrascht hat: wie sehr sich die vertraute IFA-Atmosphäre trotz der Aufbau-Kulisse sofort wieder eingestellt hat. Fünf Jahre Pause, und trotzdem hat es sich angefühlt, als wäre ich nie weg gewesen.
Morgen geht's weiter – ich bin gespannt, was Tag 2 bringt.








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