Zwei Events hintereinander, und die GITEX Europe AI Messe war mein zweites – als ich mich dort in den Startup Pitch-Wettbewerb setzte, war ich ehrlich gesagt fix und fertig. Sonst wäre jetzt der Moment gekommen, wo ich zwei Stunden lang hektisch mitschreibe, während mir eigentlich nur nach Feierabend ist. Diesmal nicht. Ich hatte das Plaud NotePin S am Shirt, ließ mich einfach berieseln – und wusste, dass ich mir am nächsten Tag in Ruhe die Zusammenfassung aller für GeekLady relevanten Pitches anschauen konnte. Genau für solche Momente würde ich mir das Gerät jederzeit wieder ans Shirt klippen.
Bevor es weitergeht, kurz zur Transparenz: Das Gerät wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt, es ist aber kein Geld geflossen und niemand hat Einfluss auf diesen Review genommen. Das Fazit ist zu hundert Prozent meins.
Was das NotePin S kann
Das Plaud NotePin S ist klein, leicht und – für mich als jemand, die auf Messen bei jedem Wetter unterwegs ist – spritzwassergeschützt. Nieselregen ist also kein Drama. Getragen wird es je nach Vorliebe als Magnet-Pin, Halskette, Clip oder Armband, und die Akkulaufzeit von laut Hersteller bis zu 40 Tagen im Standby nimmt mir die Sorge, dass es ausgerechnet am wichtigsten Messetag schlappmacht.
Meine drei Lieblingsfunktionen:
Vorlagen und Flows. Es gibt fertige Vorlagen vom Hersteller für Meeting-Protokolle, Produktlaunch-Zusammenfassungen oder Tagebucheinträge – oder du erstellst dir eigene, auf Basis eines eigenen KI-Prompts oder Dokuments. Über „Flows“ lassen sich diese sogar automatisiert zuweisen: Kommt in den ersten 60 Sekunden das Wort „Tagebuch“ vor, wählt das Gerät selbstständig die passende Vorlage.
MCP-Anbindung. Claude, ChatGPT und andere KI-Tools lassen sich direkt anbinden – für mich als Bloggerin, die Aufnahmen in fertige Artikel verwandeln will, ein riesiger Zeitgewinn.
Desktop-App. Für Online-Meetings am Rechner nehme ich einfach über die App auf, ganz ohne das Gadget selbst dabei zu haben.
Dazu kommt eine starke Verschlüsselung, die mir bei vertraulichen Mitschnitten wichtig ist.
Wofür ich es besonders nützlich finde - und wo ich lieber noch selbst mitschreibe
Meine Haupteinsatzfelder sind Meetings, Produktlaunches und Presse-Präsentationen auf Messen sowie spontane Ideen im Alltag. Bei Vorträgen dagegen habe ich es ausprobiert und wieder gelassen – ich lerne einfach besser, wenn ich nebenbei visuelle Notizen mache, und das ersetzt kein Aufnahmegerät der Welt.
Die GITEX-Situation oben zeigt aber, wofür es für mich unschlagbar ist: als zweites Paar Ohren, wenn die eigene Konzentration nach zwei Events in Folge am Limit ist.
Zwei Kritikpunkte, die ich nicht verschweigen will
Ganz ohne Wermutstropfen geht ein ehrlicher Test natürlich nicht.
Für alle Features – etwa der KI Fragen zu einem Transkript zu stellen – braucht es ein Abo. Nervig, weil man heutzutage für gefühlt alles ein Abo abschließen muss. Andererseits: KI-Auswertung kostet nun mal Geld, und die 5 Stunden kostenlose Transkription im Monat reichen mir für meinen Alltag völlig aus.
Kurioser war mein Erlebnis mit dem Magnet. In der U-Bahn saß ich mit meinem BOOX E-Ink-Tablet, den Bildschirm nah vor den Augen, weil ich schlecht sehe und der Wagen voll war. Plötzlich ging das Tablet drei-, viermal einfach in den Sleep-Modus. Ich dachte erst, es wäre kaputt – bis mir auffiel, dass das Problem nur auftrat, wenn ich den NotePin trug. Meine Vermutung: Der starke Magnet der Befestigung am T-Shirt beeinflusst denselben Sensor, der sonst durchs Zuklappen der magnetischen Tablet-Hülle ausgelöst wird. Kein Beinbruch, aber gut zu wissen, wenn du wie ich mehrere magnetische Gadgets gleichzeitig nutzt.
Und dann wäre da noch der Knopf: Angeblich reicht ein einziger Druck zum Aufnahme-Start. Bei mir war es öfter mal ein doppelter – einmal, um das Gerät aus dem Standby zu holen, einmal für die eigentliche Aufnahme. Kein großes Problem, aber ich hatte mir das anders vorgestellt.
Für wen sich das NotePin S wirklich lohnt
Wenn du Studentin bist und dich in Vorlesungen lieber aufs Zuhören statt aufs Mitschreiben konzentrieren willst – das NotePin S nimmt dir diesen Druck ab. Und wenn du als ITlerin viel in Meetings mit Auftraggeberinnen sitzt, kennst du bestimmt diesen einen Satz: „Das habe ich so nie gesagt.“ Mit einem Transkript in der Tasche musst du dich in dieser Diskussion nicht mehr auf dein Gedächtnis verlassen.
Mein Fazit
Für mich ist das NotePin S eine richtig gute Idee, weil ich in Meetings und bei Präsentationen dadurch voll bei der Sache sein kann, statt hektisch mitzuschreiben. Perfekt für Business-Meetings, Uni-Vorlesungen und das Mitschneiden von Events. Ein Punkt liegt mir aber am Herzen: Bei privaten Gesprächen brauchst du immer die Zustimmung deiner Gesprächspartner, bevor du aufnimmst – das solltest du nie vergessen.
Wenn du neugierig geworden bist, schau es dir gerne mal auf Amazon (Partnerlink) an. Und an Robin und Moritz von Plaud: nochmal danke für das Testexemplar!









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